Together In Hessen

Preisträger "Together in Hessen" - 2005

Resopal GmbH, Groß-Umstadt

BS. Transport GmbH, Frankfurt

Rittal GmbH & Co. KG, Herborn

Vogelsbergklinik - Dr. Ebel Fachklinik, Grebenhain

Resopal GmbH

Hans-Böckler-Straße 4
64823 Groß-Umstadt
www.resopal.de

1. Preis „Together in Hessen“ - 2005

Resopal-Produkte eroberten in den 50er Jahren Küchen und Wohnzimmer. Doch Ende der 90er Jahre war der Mittelständler wirtschaftlich angeschlagen und wurde 1998 vom Laminat-Hersteller Wilsonart/USA übernommen und produziert seitdem täglich 40.000 Quadratmeter Resopalplatten. 2005 erreichte sie einen Rekordumsatz von 100 Millionen Euro. Dieser erfolgreiche Wiederaufstieg ist sowohl den motivierten Mitarbeiter als auch der besonderen Firmenkultur zu verdanken. Mit „Projekt M“ – einem Programm, das die individuelle Verantwortung der Arbeitnehmer stärken soll – hat sich das Unternehmen aus Groß-Umstadt, das zu 40 Prozent aus Mitarbeitern 16 verschiedener Nationen besteht und die teilweise bereits in der dritten Generation bei Resopal arbeiten – ausgezeichnet. Diese werden bei der Einarbeitung unterstützt, in Weiterbildungs- und Sprachkurse gefördert und gezielt im Kontakt mit ausländischen Kunden eingesetzt. Die Exportrate ist auf mehr als 40 Prozent gestiegen.


BS. Transport GmbH

Cargo City Süd Geb. 638E
60549 Frankfurt am Main
www.bstransport.de

2. Preis „Together in Hessen“ - 2005

Als Yusuf Bensaid 1995 seinen Kurierdienst mit Schwerpunkt Luftfracht als Ein-Mann-Betrieb startete, ahnte er nicht, dass „BS. Transport“ zehn Jahre später mit eigenem Luftfrachtlager wöchentlich cirka 100 Tonnen Exportgüter am Flughafen Frankfurt umschlagen würde. Yusuf Bensaid engagiert sich sowohl für sein Unternehmen, als auch für die Integration verschiedener Kulturkreise. Dabei kümmert er sich speziell um Jugendliche ausländischer Herkunft, bildet sie zu Bürokaufleuten und seit November 2006 zu Lageristen aus. Unterstützt wird er dabei von der IHK Frankfurt.

Die Auszubildenden arbeiten im Team mit den insgesamt 18 Mitarbeitern, die unter anderem aus Marokko, Griechenland und Kroatien stammen. Von den Kenntnissen seiner Mitarbeiter profitiert „BS. Transport“ besonders bei den Kontakten mit ausländischen Firmen, die es schätzen wenn sie in ihrer eigenen Sprache beraten werden. Dank dieses Services werden immer wieder neue Kunden gewonnen.


Rittal GmbH & Co. KG

Auf dem Stützelberg
35745 Herborn
www.rittal.de

3. Preis „Together in Hessen“ - 2005

Die „Rittal GmbH & Co. KG“ ist einer der weltweit führenden Systemanbieter für Gehäuse- und Schaltschranktechnik sowie für IT-Lösungen. Das Unternehmen produziert 70% aller Produkte in Deutschland und tätigt zwei Drittel des Umsatzes im Ausland. Mit mehr als 9.000 Mitarbeitern, 19 Produktionsstätten auf drei Kontinenten, 60 internationalen Tochtergesellschaften und mehr als 150 Vertriebs- und Logistik-Centern gilt „Rittal“ als leistungsstarker Global Player.

Da das Wissen um kulturelle Besonderheiten wichtig für den erfolgreichen Umgang mit Kunden und Lieferanten in den jeweiligen Ländern ist, entwickelte das hessische Unternehmen Maßnahmen zum Austausch kulturspezifischen Wissens. Trainees sammeln bei mehrmonatigen Projekten Auslandserfahrung und für technische Auszubildende gibt es Austauschprogramme mit dem Produktionswerk in Großbritannien. Zudem setzt „Rittal“ konsequent ausländische Mitarbeiter in Abteilungen oder Projekten ein, die mit ihrem Herkunftsland zusammenhängen und bietet Deutschkurse an.


Vogelsbergklinik

Dr. Ebel Fachklinik für Psychotherapie und Psychosomatik
Jean-Berlit-Str. 31
36355 Grebenhain
www.vogelsbergklinik.de

Sonderpreis „Together in Hessen“ - 2005

Die Vogelsbergklinik in Grebenhain hat sich im Sommer 2003 gleich zwei Herausforderungen gestellt. Die Fachklinik für Psychosomatik und Psychotherapie entwickelte ein neues Behandlungsprogramm für psychosomatisch erkrankte Migranten und stellte dafür ausländische Ärzte und Therapeuten ein. Bis zu diesem Zeitpunkt war das Klinikpersonal fast ausschließlich deutsch.

Ein Schritt zur Integration der türkischen, polnischen und russischen Ärzte und Psychologen waren Sprachkurse von Mitarbeitern für Mitarbeiter. Ebenso wichtig war der Klinik der Austausch zwischen den Patienten. Deutsche und ausländische Therapeuten richteten gemeinsam mit ausländischen Patienten einen Raum der Kulturen ein. Außerdem bietet die Klinik Kulturabende und Tanzworkshops, bei denen Patienten aus dem In- und Ausland gemeinsam kochen und tanzen. So profitieren Mitarbeiter und Patienten gleichermaßen von der gelungenen Integration.